Der Mensch: Ein Improvisierer
Menschen sind Meister der flexiblen Anpassung, von der Evolution belohnte Improvisierer. Jegliche soziale Interaktion (Gespräche, Sex, Busfahren) wäre undenkbar ohne eine angeborene Offenheit für die Situation und die Interaktionspartner. In der Regel fällt es dabei gar nicht auf, wie geschmeidig wir in den Situationen agieren und auf sie reagieren. Zuletzt wurden jedoch die moderne Wissenschaft und Wirtschaft vor allem erfolgreich durch standardisierte und exakt wiederholbare Abläufe. Und so hängt dem Begriff Improvisation ein unverdient randständiger Ruf an. Mit der Intensivierung der globalen Gesellschaft allerdings wird der alltäglich zu leistende Spagat zwischen der Anwendung bewährter Lösungen und der Offenheit für sich ständig wandelnde Umfelder und Situationen immer offensichtlicher. Sachkompetenz, gewinnendes Auftreten und Teamfähigkeit müssen unter einen Hut gebracht werden. Aber wie?
Glücklicherweise gibt es ein ideales Biotop, in dem Entscheidungskraft, effektive Selbstpräsentation, situative Offenheit und kollektive Kreativität gleichzeitig und unter extremen Bedingungen praktiziert werden: Das Improvisationstheater.
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