Spielfeld Schule - Wissen ins Spiel bringen

Schule müsste sein wie Improvisationstheater!
Nicht immer.
Aber immer mal wieder.

Spielfeld Schule ist kein Theaterprojekt im engeren Sinn. Wissen ins Spiel bringen ist das ernstgemeinte Motto. Spielfeld Schule arbeitet mit einem neuartigen Ansatz, in kompakten Spielformaten ein engagierendes Kompetenztraining mit einer kreativen Nutzung des aktuellen Schulstoffs zu verbinden. Vom Improvisationstheater werden die Prozessregeln und Kompetenzziele übernommen:

In einem Spiel setzen die Spielregeln den Rahmen, innerhalb dessen frei gemäß der Aufgabe agiert wird. So viele Regeln wie nötig, so wenige wie möglich. Am Anfang eines Spiels ist nichts da ausser dem Spielfeld, das es improvisierend zu nutzen und zu erforschen gilt. Um aus dem scheinbaren Nichts etwas Sinnvolles zu schaffen, müssen die improvisierenden SuS mit der Welt der Lösungen ohne Angst und Hemmungen umzugehen lernen. Analog zum Ball, der im Fußball den Fokus des Spiels ausmacht, sind die Wissensbausteine aus den Schulfächern der Fokus des Spiels, während das Spielfeld, also Aufgabe + Regeln, durch die Formate definiert wird.

Die Spielformate sind alle mindestens auf die Länge eines Schultages angelegt. Zwei zeitliche Basisangebote gibt es: Bei der Jahresklasse verteilen sich 10-15 Spielfeldtage gleichmässig auf ein Schuljahr. In Projektwochen finden 5 Spielfeldtage am Stück statt, entweder mit einem langen Format oder mehreren Tagesformaten.

Formate sind z.B. Unsichtbares Theater (eine inszenierte Aktion im öffentlichen Raum wird entwickelt, einstudiert, durchgeführt und dokumentiert), Kampagne (die Kampagne für ein Produkt o.ä. wird entwickelt), Mad Machine (Entwicklung technischer Fantasien), Stein für Stein (örtliches Bauvorhaben, bevorzugt im Umfeld der Schule), Stück für Stück (historisches Szenario umschreiben), Schnitzeljagd (das Schulgelände als Parcours), Spiel des Jahres (Brett- und andere Spiele entwickeln).

Es können bestimmte Schulfächer in den Mittelpunkt gestellt werden, z.B. ein Szenario aus dem Geschichtsunterricht, wie sehr erfolgreich bei einem Projekttag mit einer 8. Gymnasialklasse 2009 durchgeführt. Die Stärke liegt in der Flexibilität des Ansatzes. Immer ist die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften im Vorfeld wünschenwert, aber nicht zwingend.

Spielfeld Schule versteht sich als zeitgemässe komplementäre Ergänzung des klassischen Wissenserwerbs. Im Geist des Improtheaters werden die SuS angeleitet, neben der Lösungsorientierung, die sie aus dem Unterricht kennen, furchtlos möglichkeitsorientiert zu denken und zu handeln. Die SuS werden von Wissensfindern zu flexiblen Wissensspielern, indem die Wissensbausteine der Schulfächer auf dem Spielfeld in Bewegung kommen.

Impro für LehrerInnen

Spielfeld Schule bietet auch Fortbildungsworkshops für LehrerInnen an. Diese finden, sobald sich genügend TeilnehmerInnen bei einer Kontaktperson vor Ort angemeldet haben, in den Räumlichkeiten Ihrer Schule statt. Entweder als Nachmittagsworkshops unter der Woche: Spielformate für den Alltag (3 x 4h), Status, Präsenz und Spiele (6 x 4h). Oder als Wochenendworkshops: Spielformate kompakt, Status intensiv, Spiele und Präsenz gut gemischt.

Interessierten, die nicht bis zur Einrichtung der homepage warten wollen, schicke ich gern einen längeren Hintergrundtext zu.

 
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